Archiv der Kategorie 'Filmhinweise'

Das weiße Band

Das weiße Band ist ein Spielfilm des österreichischen Regisseurs Michael Haneke aus dem Jahr 2009. Die Handlung des Schwarzweißfilms ist im Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Norddeutschland angesiedelt und schildert mysteriöse Vorfälle im fiktiven Dorf Eichwald. Der Film verdeutlicht das bedrückende, insbesondere für die Heranwachsenden traumatische soziale und zwischenmenschliche Klima der damaligen Zeit, das selbst im engen Familienkreis von Unterdrückung und Verachtung, Misshandlung und Missbrauch sowie Frustration und emotionaler Distanz geprägt ist. Er wirft einen kritischen Blick auf den sittenstrengen Protestantismus, der dem Einzelnen ständig Zwänge auferlegt, die Entfaltung der Persönlichkeit verbietet und so letztlich den gesellschaftlichen Übergang vom Wilhelminismus zum Nationalsozialismus begünstigt. (Text: Wikipedia)

A heart is deceitful above all things


Der Film handelt von der Beziehung der drogenabhängigen Mutter Sarah zu ihrem Sohn Jeremiah. Sarah verbringt ihr Leben mit Drogenkonsum, Prostitution, Alkohol-Exzessen und Striptease. Sarah hat viele Beziehungen mit Männern, die sie und ihren Sohn schlecht behandeln, und sie vernachlässigt ihren Sohn immer mehr, benutzt die Männer als Ausrede dafür.

A Serbian Film


Dieser Film verfilmt einige der dunkelsten Perversionen, die Menschen in der Vergangenheit ausgeübt haben und sprengt damit die üblichen Grenzen von extremer Gewaltdarstellung in der globalen Filmbranche. Es geht um einen Pornodarsteller im Ruhestand, der erneut und ein letztes Mal für viel Geld an einem mysteriösen Film teilnimmt und dabei immer tiefer in organisierte Verbrechen versinkt. Ich habe vergleichbares noch nie gesehen. Zwar kommen mir schnell Gedanken zu Menschenhändlern wie Dutroux auf, der möglicherweise Teil eines großen und mächtigen Netzwerkes gewesen ist, aber es gab noch nie den Versuch soetwas zu verfilmen. Auch wurden in Deutschland bereits Kerle gesucht, welche ein Neugeborenes sexuell missbraucht und sich dabei gefilmt haben. Bei allem was man von seinem Gesicht in den Medien sehen konnte, muss es sich um einen sehr unscheinbaren Typen handeln, der sozusagen ein netter Nachbar sein könnte, oder der Vorgesetzte bzw. Kollege in der eigenen Firma. Und genau solch ein Missbrauch wird u.a. in diesem Film inszeniert. Wenn Menschen sich durch den Film schockieren lassen, dann weil sie offenkundig keine Ahnung haben wovon der Film inspiriert wurde und wie er dadurch überhaupt erst möglich wurde. Es gab bereits Filme, die versuchten Missbrauch so drastisch wie es nur geht der Realität anzunähern, wie bspw. Irréversible, Martyrs oder Chaos, aber nie wurde ein gesamter Film mit einer ganzen Reihe von diversen organisierten Missbräuchen dargestellt. Gleichgültig ob Männer Männer missbrauchen oder Männer Kinder missbrauchen oder Frauen es mit Tieren treiben oder Mord während des Geschlechtsverkehrs oder erzwungener Oralsex, alles wird ausgiebig behandelt. Der Film hat keinen Unterhaltungswert sondern erschüttert vielmehr durch seine Hinweise auf die Realität.

Biutiful


Herumstreunende Menschen, die in den Nischen der gesellschaftlichen Abgründe versuchen das festzuhalten was sie lieben. Der Film erzählt von illegalen Einwanderern, die ihr Überleben auf den Straßen Spaniens mit dem Verkauf von gefälschter Ware sicherstellen, bis sie von der nächsten Polizeirazzia erwischt werden. Es wird geradezu beiläufig von dem Schicksal einer Gruppe von Asiaten berichtet, die diese gefälschte Ware in versteckten Kellern Spaniens für Hungerlöhne zusammenschustern. Darunter eine junge Mutter, die mit ihrem Sohn bald auf tragische Weise mit der gesamten Wanderarbeitergruppe sterben muss. Sie enden, Dank ihrer Chefs, als anonyme Verlierer und als menschlicher Müll am Strand von Spanien und in den Abendnachrichten. Der Hauptdarsteller überzeugt auf außergewöhnliche Weise, wie alle anderen Darsteller. Die Zerbrechlichkeit und die scheinbare Unerreichbarkeit menschlichen Glücks wird greifbar, man hofft alles würde sich zum Guten wenden, so wie die Figuren im Film immer wieder Hoffnung schöpfen, um daraufhin erneut an ihrer eigenen Unvollkommenheit zu verzweifeln. Die Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit prägt die Beziehungen zwischen den Menschen. Sie wissen nur, das sie ihre Kinder lieben und niemals aufgeben dürfen, weil ihre Kinder sonst so verloren sind, wie sie selbst. Es gibt niemanden der ihnen dabei helfen wird. Die Einsamkeit, die Deutlichkeit der im Film dargestellten Schattenwelt, jenseits der Sieger und Sonnenseite des Lebens, wirft den Zuschauer dicht an die Fersen der im Film dargestellten Menschen, wie sie auf ihren dünnen Pfaden immer wieder in eine Achterbahn voller absurder Gefühle stolpern, die sich aus einer haltlosen Spirale, einer zusammenhangslosen, unsolidarischen Gesellschaft speisen. Ein sehr packendes Drama, welches nicht mit harten Einblicken in die heutige Zivilisation spart.

Downloading Nancy


Borderlinerin Nancy wurde schon als Kind missbraucht, erstickt in einer gefühlsarmen Ehe mit dem emotionalen Eiszapfen Albert und ritzt sich Arme und Beine auf um durch den Schmerz wenigstens etwas zu fühlen. Eines Tages bricht Nancy ohne Abschied nach Baltimore auf, um sich dort von dem perversen Louis noch etwas Schlimmeres anzutun.