Archiv der Kategorie 'Decker'

Armut in Deutschland & was Regierung & Forschung daraus macht – Vortrag von Dr. Martin & Dr. Decker

„Verschwiegen wird nichts in der Demokratie. Wie es zugeht in diesem reichen Land, steht sauber aufgelistet im periodischen „Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung“. Da kann man lesen, dass wieder einmal die Reichen reicher und die Armen ärmer geworden sind. Wie viele Menschen für 8,50 Euro und wie viele für nur 6 Euro pro Stunde arbeiten und ihren Lohn für die volle Arbeitswoche vom Staat auf das Hartz-IV-Niveau aufstocken lassen müssen. Wie viele Kinder verwahrlosen, Heranwachsende ausrasten, Alte verkommen und so weiter. Die Kunst und die zynische Stärke der demokratischen Meinungsbildung besteht darin, dass sich diese Ordnung an empörenden Fakten gar nicht mehr blamieren kann, weil sie die Bürger und die von Armut Betroffenen mit hineinzieht in die „richtige“, konstruktive Weise, über den systemgemäßen Ausschluss viel er vom vorhandenen Reichtum nachzudenken.

Auf mehreren hundert Seiten, tatsächlich aber in wenigen Schritten schafft es der Armutsbericht der Regierung, den Berichtsgegenstand von einem Faktum in eine Frage der Definition zu verwandeln, die man so oder so vornehmen kann. Im nächsten Schritt wird Armut zum Armutsrisiko verniedlicht, zu einem Umstand also, bei dem es vor allem darauf ankommt, dass und wie gut ein Mensch damit umgehen kann. In einem dritten Schritt wird Armut zum Problem erklärt, ob und wie man aus ihr wieder herauskommt. Sie selbst ist damit abgehakt, kritikwürdig ist jetzt nur mehr ihre Verfestigung über die Generationen. Theoretisch gesehen ist jeder dieser Schritte ein Fehler, menschlich gesehen eine Schweinerei. Mit beidem befassen sich Vortrag und Diskussion.“

(Quelle & MP3: http://doku.argudiss.de/?Kategorie=all#436 // Text: http://doku.argudiss.de/data/12_12/armutsbericht_nbg_1212_ank.pdf )

Dr. Decker: Was ist der Staat?


Mittschnitt des ganztägigen Seminar der linksradikalen Berliner Gruppe [ARAB] (Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin] vom 04. Oktober 2008 im Haus der Demokratie und Menschenrechte. (Quelle & Vortrag als MP3: Archive.org)

Was von Karl Marx zu lernen wäre

Alles Nötige über Arbeit und Reichtum im Kapitalismus. Vortrag und Diskussion mit Dr. Peter Decker in Aachen (2006). Die groben Züge der Aufzeichnung:
- Die Trivialität der sogenannten Arbeitswertlehre – und das verkehrte Interesse, das sie bei Nationalökonomen und Sozialdemokraten gefunden hat.
- „Abstrakte Arbeit“ – Nicht dass Arbeit den Wert schafft, verdient Interesse, sondern was für eine Arbeit. Verausgabung von Arbeitskraft, Mühsal ist Substanz und Index des Wert-Reichtums. Gegensatz zum Reichtum an Gebrauchswerten. Produktivität nützt nichts mit Hinblick auf den Wert.
- Der Nutzen, den die Steigerung der Produktivkraft der Arbeit im Kapitalismus dennoch hat: Reduktion der notwendigen Arbeitszeit, in der der Arbeiter seinen Lohn reproduziert.
- Das Kapital ist der prozessierende Widerspruch – Macht Arbeit relativ überflüssig und macht doch alles vom Stattfinden von für es lohnender Arbeit abhängig. „Disposible time“ ist der wahre Reichtum der Gesellschaft. (Text & Quelle: Gegenstandpunkt Verlag | Vortrag als MP3: Archive.org)

Dr. Decker: Was bringen die Wahlen?


Dr. Decker zeigt am Beispiel des Wahlkampfes im Jahre 2009 zwischen Steinmeier und Merkel die Hintergründe und den Nutzen bzw. den Unsinn der demokratischen Wahlen in unserem Land bzw. im globalen Kapitalismus auf. (Quelle: Argudiss)