Marxistische Kritik am Weihnachtsfest

Ein Nachklapp zum ignoranten, verlogenen Fest der Liebe:

„Was den Bürger ankommt, ist neben dem familiären Weihnachtsrummel die eindringliche Erinnerung von staatlicher Seite daran, daß Opfer verlangt sind und daß jeder sich um die kümmern soll, die nicht gebraucht werden, obwohl sie zur Gesellschaft dazugehören und man mit ihnen lebt, als wär’s das Normalste von der Welt. Wenn die SZ einen Adventskalender für arme, alte und einsame Leute aufmacht, so bedeutet dies, daß dem Staat die Kranken, Alten und Armen, die er einkalkuliert, wenn er alles tut, um den Reichtum der Nation zu befördern, nur Geld kosten, weswegen die, die so schon nichts haben, auch noch für diese Randprodukte der Gesellschaft ihr Opfer bringen sollen. Vor Weihnachten werden Krüppel und Bahnhofspenner entdeckt, und die gewöhnliche Lieblosigkeit durch Nächstenliebe ergänzt, die in diesen Typen ihre Opfer findet. Dies hilft zwar den Abgeschriebenen wenig, ist aber die Praktizierung von Tugenden, die man selbst haben soll, worunter das Opfer die Kardinaltugend schlechthin ist, die man kurioserweise an denen vollziehen soll, deren Opfer schon gar nicht mehr nützlich sind. (Spenden dieser Art kann man von der Steuer absetzen!)“ (Weiterlesen & Quelle: Marxistische Studenten Zeitung – http://msz1974-80.net/Weihnachten.html )