Archiv für Oktober 2012

Marcuse über die Aufgabe des Intellektuellen

“[…] daß es Aufgabe und Pflicht des Intellektuellen ist, an geschichtlichen Möglichkeiten, die zu utopischen geworden zu sein scheinen, zu erinnern und sie zu bewahren – daß es seine Aufgabe ist, die unmittelbare Konkretheit der Unterdrückung zu durchbrechen, um die Gesellschaft als das zu erkennen, was sie ist und tut.” (Marcuse, Herbert (1966): Repressive Toleranz. In: Wolff, Robert Paul/ Moore, Barrington/ Marcuse, Herbert: Kritik der reinen Toleranz, Frankfurt am Main: Suhrkamp.)

Was hat uns Marx über Wirtschaftskrisen zu sagen? Ein Vortrag von Ulf Brandenburg

„Was ist die Ursache der im Kapitalismus alle sieben bis zehn Jahre auftretenden Wirtschaftskrisen? Welche grundlegenden Erkenntnisse hat Marx dazu beigetragen?
Im Gespräch entwickelt der Referent
- welche Rolle die Überproduktion spielt
- warum sich der Widerspruch zwischen der Produktion des Mehrwerts und seiner Realisation im Aufschwung aufbaut und in der Krise wieder entspannt
- warum sich das in einer zyklischen Bewegung vollzieht
- warum der Krisenzyklus nicht eine ewige Wiederholung desselben ist, sondern die heutigen Krisen des Kapitalismus eine andere Qualität haben als die zu Beginn des industriellen Kapitalismus

*Ulf Brandenburg leitet seit vielen Jahren Studienkreise zum „Kapital“ der Masch Hamburg“ (Mp3 & Quelle: http://www.kapitalismus-in-der-krise.de/index.php/veranstaltungen/brandenburg-va )

Kriege als Mittel zur Krisenbewältigung – Ein Vortrag von Tobias Pflüger

„Kriege, wie in Afghanistan, Libyen, Sudan oder Syrien, werden durch die USA und ihre Verbündeten entweder durch direkte Militärinterventionen oder indirekte Operationen geführt. Das neoliberale Wirtschaftssystem ist in der Krise und produziert Armut und wirtschaftlichen Niedergang. Konkurrenz und Erosion der westlichen Vorherrschaft rufen zudem Konflikte mit „neuen Rivalen“ (z.B. China) hervor. Dabei geht es um Macht und die Sicherung alter und die Eroberung neuer Einflussräume, um Investitionsgebiete, Ressourcenquellen und Absatzmärkte.

Aber auch in den kapitalistischen Zentren wird zur inneren Aufstandsbekämpfung der Einsatz des Militärs geplant.

Welche Entwicklungen sind zu erwarten?
Was ergibt sich daraus für die Friedensbewegung?

*Tobias Pflüger ist Mitbegründer der Informationsstelle Militarisierung e.V. und wissenschaftlicher Berater von attac“ (Text & Quelle: http://www.kapitalismus-in-der-krise.de/index.php/veranstaltungen/pflueger / MP3 Download: http://www.kapitalismus-in-der-krise.de/index.php/dokumentation )

Kapitalismus in der Krise – Ein Plädoyer von Winfried Wolf für eine Revolte

„Winfried Wolf zeigt uns die vielen Erscheinungsformen der Krise: Wirtschafts-, Finanz- und Schuldenkrise, Hungerkatastrophe im Süden, Lohnabbau und Verarmung in den Zentren, Umwelt- und Klimakatastrophe, erschöpfte Ressourcen und Ölkrise, Demokratieabbau, Zerfall der US-Hegemonie und neuer Kampf um Vorherrschaft, Aufrüstung und Kriegsgefahr …
Winfried Wolf geht der Frage nach: Ist der Kapitalismus und das ihn bestimmende Profitprinzip am Ende?

Aus der Analyse der Krise ergibt sich für Winfried Wolf die Notwendigkeit der Umwälzung der bestehenden kapitalistischen Verhältnisse und die Verwirklichung einer Gesellschaft, in der anstelle von Gier, Zerstörung und Profit die Natur, der Mensch und die Solidarität im Zentrum stehen.

– Wo das verwirklicht werden soll? Weltweit!
– Wann das geschehen soll? Umgehend!
– Von wem das zu bewerkstelligen ist? Von einem breiten Bündnis der Arbeitenden, der Arbeitslosen und der Ausgegrenzten!

*Dr. Winfried Wolf ist Herausgeber von Lunapark21. Veröffentlichungen u.a.: „Sieben Krisen — ein Crash“, „Verkehr — Umwelt — Klima. Die Globalisierung des Tempowahns“" (MP3 & Quelle: http://www.kapitalismus-in-der-krise.de/index.php/veranstaltungen/wolf-va )

Zum Erbe des Marxschen Werkes – Lorettas Leselampe

„Eine Sendung aus dem Jahr 2007 nahm eine Tagung in Hamburg (zum 140. Jahrestag des Erscheinens der Erstausgabe des ersten Bandes des Kapitals) als Anlass für eine Auseinandersetzung mit dem Erbe des Marxschen Werkes. Dabei richtet sich der Blick auch auf künstlerische Produktionen (Rimini Protokoll).“ (Quelle & MP3: http://audioarchiv.blogsport.de/2012/09/19/lorettas-leselampe/ )