Was ist Marktwirtschaft?

„Marktwirtschaft‘: Kein Name für eine Sache, sondern programmatische Ideologie, geboren im Systemvergleich – Der Markt als ‚beste Methode der Verteilung‘. Der Markt als gelungene Kombination von Freiheit und Zwang angesichts knapper Güter und maßloser Bedürfnisse. Der Markt als Verhinderung des Machtmonopols der Produzenten, Verpflichtung zur Effizienz und Ausgleich von Konsumenten- und Produzenteninteresse – ganz ohne Kommando. Die Wahrheit des Marktes: Konkurrenz um die Realisierung lohnender Preise. Der Markt als spontane oder selbstregulierende Organisation der Produktion. Der Markt kein Ort, sondern die Zirkulation des Kapitals – Diskussion: Der Markt als die effizienteste Antwort auf die Unvernunft des Menschen. Die ‚Theorie‘ von der ‚invisible Hand‘: Die Metaphysik der VWl und ihr Nutzen für das wasserdichte Lob des Kapitalismus – Nachträge: Staat und Markt.“ (Aufzeichnung vom Januar 2001 in Nürnberg mit Dr. Peter Decker / Quelle & MP3: http://doku.argudiss.de/?Kategorie=MuI#77 / Weiterer Artikel zum Thema)


1 Antwort auf „Was ist Marktwirtschaft?“


  1. 1 Stefan Wehmeier 02. Juli 2012 um 12:16 Uhr

    Erinnern Sie sich noch…

    Es ließe sich darüber streiten, ob ein Herr Reithofer, Topmanager bei BMW, für seine 6,2 Mio. Euro Jahresgehalt genug gearbeitet hat, doch wenn es sich für BMW rechnet, sei es ihm gegönnt. Allerdings lässt sich nicht darüber streiten, dass die Familie Quandt, Hauptaktionär bei BMW, für ihre 650 Mio. Euro Rendite, die sie 2011 abkassierte, gar nicht gearbeitet hat. Das ist Kapitalismus: abkassieren auf Kosten der Mehrarbeit anderer.
    Stellen wir nun die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (die Geld- und Bodenordnung) so ein, dass langfristig Familie Quandt und Konsorten nichts mehr abkassieren können, ist das erstens kein „Kommunismus“ (im „Kommunismus“ = Staatskapitalismus kassieren die Parteifunktionäre die unverdienten Kapitaleinkommen), und zweitens wird niemandem etwas weggenommen, denn Quandt und Konsorten behalten ihre Vermögen. Nur wenn sie weiterhin ohne zu arbeiten konsumieren wollen, müssen sie diese „anknabbern“.
    Behindert es vielleicht den Fortschritt, wenn Quandt und Konsorten, um gleichzeitig ihre Vermögen erhalten und konsumieren zu können, arbeiten müssen? Wohl eher im Gegenteil, denn noch innovationsfeindlicher können Quandt und Konsorten gar nicht mehr sein, als wenn sie ohne zu arbeiten konsumieren können und trotzdem immer reicher werden.

    …an die Soziale Marktwirtschaft?

    Im Januar 1953 gründete der Freiwirtschaftler Otto Lautenbach die Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft (ASM). In enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Wirtschaftsminister und späteren Bundeskanzler Ludwig Erhard sollte erstmalig eine „freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“ verwirklicht werden. Im Juli 1954 verstarb Otto Lautenbach, die ASM zerfiel im Streit (eine Organisation gleichen Namens existiert heute noch, sie verfügt aber über keinerlei makroökonomische Kompetenz mehr). Für die makroökonomische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland wurde ein von der „katholischen Soziallehre“ beeinflusstes Konzept von Alfred Müller-Armack übernommen, eine „sozial gesteuerte Marktwirtschaft“ (kapitalistische Marktwirtschaft mit angehängtem „Sozialstaat“), für die sich später der Begriff „soziale Marktwirtschaft“ einbürgerte.

    Um die „Finanzkrise“ (beginnende globale Liquiditätsfalle) beenden zu können, muss die Religion (selektive geistige Blindheit gegenüber makroökonomischen Konstruktionsfehlern) überwunden werden:

    1. Jeder, der den Erkenntnisprozess der Auferstehung noch nicht durchlaufen hat, ist religiös, unabhängig von „Glaube“ (Cargo-Kult) oder „Unglaube“ (Ignoranz).
    2. Alle religiösen Menschen sind wahnsinnig.
    3. Der Wahnsinn ist in der Regel umso größer, je höher die „gesellschaftliche Position“; insbesondere „Spitzenpolitiker“ und „Geistliche“ sind komplett unzurechnungsfähig.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

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