Archiv für November 2011

Michail Bakunin über die Geschichte der Menschheit

»Bis jetzt war die ganze Geschichte der Menschheit nur ein beständiges und blutiges Opfern von Millionen armer menschlicher Wesen für irgendeine unerbittliche Abstraktion: Götter, Vaterland, Staatsmacht, nationale Ehre, geschichtliche Rechte, juristische Rechte, politische Freiheit, öffentliches Wohl. […] Dass die Theologen, Politiker und Juristen dies sehr schön finden, ist klar. Als Priester dieser Abstraktionen leben sie nur von dieser beständigen Opferung der Volksmassen. […]

Dass aber selbst die positive Wissenschaft bis jetzt das gleiche Bestreben zeigte, müssen wir feststellen und beklagen. Sie konnte es nur aus zwei Ursachen tun: einmal, weil sie, außerhalb des Volkslebens stehend, von einer bevorrechteten Körperschaft vertreten wird, und dann, weil sie sich selbst bis jetzt als absolutes und letztes Ziel aller menschlichen Entwicklung aufgestellt hat, während sie aufgrund bedachter Kritik, die sie anzuwenden fähig ist und die sie sich letzten Endes gegen sich selbst anzuwenden gezwungen sehen wird, hätte verstehen müssen, dass sie nur ein notwendiges Mittel zur Verwirklichung eines viel höheren Zweckes ist: das der vollständigen Humanisierung der wirklichen Lage aller wirklichen Individuen, die auf der Erde geboren werden, leben und sterben.«

Friedrich Schiller über die ästhetische Erziehung des Menschen

»Jene Polypennatur der griechischen Staaten … macht jetzt einem kunstreichen Uhrwerke Platz, wo aus der Zusammenstückelung unendlich vieler, aber lebloser Teile ein mechanisches Leben im Ganzen sich bildet. Auseinandergerissen wurden jetzt der Staat und die Kirche, die Gesetze und die Sitten; der Genuss wurde von der Arbeit, das Mittel vom Zweck, die Anstrengung von der Belohnung geschieden. Ewig nur an ein einzelnes Bruchstück des Ganzen gefesselt, bildet sich der Mensch nur als Bruchstück aus, ewig nur das eintönige Geräusch des Rades, das er umtreibt, im Ohre, entwickelt er nie die Harmonie seines Wesens.« (Über die ästhetische Erziehung des Menschen, 1795)

Gaspar Noé: Menschenfeind

»Aber was heißt eigentlich allein sein? Du kannst mit einem Kerl oder einer Frau oder sogar mit Kindern leben und trotzdem bist du ganz allein. Ja, ich bin allein und sie auch. Man kommt allein auf die Welt, man lebt allein, man stirbt allein. Allein, immer allein, sogar beim vögeln ist man allein, allein mit seinem Fleisch. Allein auf dem Weg durch einen Tunnel. Ein Weg den man mit niemandem teilen kann und je älter man wird, desto mehr ist man allein. Mit ein paar Erinnerungen an ein Leben, dass sich nach und nach zerstört.«

»Liebe, Freundschaft, alles Quatsch. Das sind Illusionen, die man versucht aufrecht zu erhalten, um nicht zugeben zu müssen, dass alle zwischenmenschlichen Beziehungen reines Geschäft sind. Wir sprechen von Freundschaft und Liebe, aber aus Berechnung. Es kommt uns gelegen. Die Realität ist käuflich.«

»Entweder du wirst mit einem Schwanz geboren, dann sollst du dich wie ein guter harter Schwanz benehmen und Löcher stopfen. Oder du wirst mit einem Loch geboren, dann bist du nur nützlich wenn du dich stopfen lässt. Aber egal wie, du bist immer allein.«

»Deine Mutter liebst du, weil sie dich ernährt und verhindert dass du stirbst. Deinen Freund liebst du, weil er dir Arbeit verschafft und verhindert dass du stirbst. Und deine Dicke liebst du weil sie für dich kocht, mit dir vögelt und dir Kinder in die Welt setzt, die dich beschützen sollen, wenn du alt bist und Angst vor dem Sterben hast. Aber es reicht, sein Kind einmal zu ohrfeigen, damit es sich rächt, wenn du alt bist. Eigentlich kommt ihm diese Ohrfeige gelegen. Wenn es dich dann ins Heim steckt, wird sie ihm als Ausrede dienen, um das natürliche Desinteresse zu verbergen, das jeder seinem Erzeuger gegenüber empfindet. Nein, dieses Baby, das man mir da aufhalsen will, das werde ich nicht lieben – und ich bin sicher, dass das auf Gegenseitigkeit beruht.«

»Nein, Vögeln ist kein gutes Geschäft. Es kommt einen zu teuer. Aber es ist ein Zeitvertreib. Und wenn man keinen Bock hat mehr zu vögeln, dann wird einem klar das man in diesem Leben nichts mehr verloren hat und das es nie was anderes in diesem scheiß Leben gab. Nichts als dieses Reproduktionsprogramm was in unsere Eingeweide gespeichert ist.«

»Letztendlich ist der Tod keine große Sache. Man macht ein Riesen Geschiss daraus, aber wenn du’s aus der Nähe siehst, ist es nichts. Nur ein Körper ohne Leben. Bei den Menschen ist es wie bei den Tieren. Man liebt sie, man begräbt sie und dann ist es vorbei.«

»Das Leben ist wie ein Tunnel. Jeder hat seinen kleinen Tunnel, aber am Ende des Tunnels gibt es kein Licht. Es gibt gar nichts mehr. Das Leben ist eine große Leere. Das war´s schon immer und das wird’s auch immer bleiben. Eine große Leere, die genauso gut auch ohne mich ablaufen könnte. Ich habe keine Lust mehr auf dieses Spiel. Ich will nicht mehr. Ich will etwas eigenes, intensives leben. Ich will nicht mehr irgendeine auswechselbare Schraube in dieser Maschine sein. Ich will bei meinem Tod nicht das Gefühl haben, denselben Blödsinn gelebt zu haben wie die Millionen Idioten die diesen Planeten bevölkern. Es ist einfach ein scheiß Gefühl das auch noch das letzte Arschloch dasselbe gelebt hat wie ich. Ich weiß nicht. Ich muss irgend ein Argument finden, eine Ausrede , irgendwas damit ich Lust bekomme noch 20 Jahre bis zu meinem Tod durchzuhalten. Tja, wenn ich nochmal von vorne anfangen könnte, sollte ich vielleicht Pornofilme drehen. Die Leute die das machen, die haben uns Menschen wirklich begriffen.«

»Verdammt, keine Kohle zu haben ist hart aber wenn du dann auch noch keinen hast auf den du zählen kannst! Du kannst denen erzählen dass du Familienvater bist, deinen eigenen Laden hattest und immer korrekt warst, all das ist dem Wichser vom Hotel deinen sogenannten Freunden oder dem Wirt von der Kneipe an der Ecke scheißegal. Wenn du kein Geld hast, setzen sie dich vor die Tür und das tun sie auch noch auf die erniedrigenste Art. Statt jemandem zu helfen der gerade in der Scheiße sitzt lecken sie lieber das Arschloch eines reichen Fettsacks in der Hoffnung auf ein kleines Trinkgeld. Sie haben alle den Mund voller Scheiße! Da bin ich lieber arm aber anständig.«

»Weißt du was das ist, Moral? Ich werd’ dir sagen, was Moral ist. Moral ist was für die, die sie gepachtet haben. Das sind die Reichen. Wer sind die, die immer Recht bekommen? Das sind auch die Reichen und die Armen gehen leer aus.«

»Krawattenärsche. Wenn du die Luft nicht bezahlen kannst, vergasen sie dich.«

»Die Reichen kommen fast nie ins Gefängnis, höchstens alle 10 Jahre mal einer. Das Gefängnis, das ist was für die Armen. Die Reichen haben die Gesetze auf ihrer Seite. Wenn man arm ist, hat man kein Recht zu stehlen, nur bestohlen und beschissen zu werden. Ja, ohne Probleme. Und solche Ärsche wie der stehlen uns unsere Kohle, unser Glück und unsere Würde, jeden Tag, ganz legal. Geschützt durch die Gesetze, die ihre Vorfahren eingeführt haben. Typen wie Robbespierre würden dem heutigen Frankreich guttun. Nicht solche Schlappschwänze wie die, die vorgeben uns zu regieren, aber das ist in diesem Land schon seit Jahrhunderten so. Heute sind die Leute zu lasch für eine Revolution. Das einzige, was geht ist die persönliche Rache. Wie meine. Und das wäre für alle nützlich.«

»Die Menschen glauben sie sind frei, doch es gibt keine Freiheit. Es gibt nur Gesetze, die Unbekannte zu ihrem Wohl geschaffen haben.«

»Es siegt oft das schlechte. Das ist wie bei Jesus. Er war nett. Sie haben ihn gekreuzigt. Und dann haben sich die lüsternen Pfaffen seines Symbols bemächtigt. Sie wollen, dass das Böse auf diesem Planeten regiert.«

»Man glaubt, man ist in einer zivilisierten Welt, aber in Wirklichkeit ist man im Dschungel. Wenn du da überleben willst, gehörst du besser zu den stärkeren Tieren. Gehörst du zu den anderen, bist du ein Stück Wild und kannst dein ganzes Leben lang rennen, um deinen Arsch zu retten. Das ganze ist ein Lotteriespiel. Entweder du wirst arm geboren, nimmst die Macht der anderen hin und marschierst im Gleichschritt, weil man dich aber ständig erniedrigt, wirst du manchmal gewalttätig. Oder du wirst reich geboren, passt auf deine Kohle auf und tust so, als ob du deine Frau, deine Kinder und deine Freunde liebst, genauso wie sie vorgeben, dich zu lieben. Aber an dem Tag, an dem sich deine kleinen Spießbürgerträume in Luft auflösen und du deinen Brüdern, deinen sogenannten Freunden nichts mehr geben kannst, da tun sie sich alle zusammen, um auf dich einzutreten. Es geschieht ganz ohne Aufsehen, indem sie vorgeben, dir zu helfen. Sie warten nur darauf, um sich besser zu fühlen. Je größer dein Elend ist, je mehr du sie um Hilfe bittest, desto überlegener fühlen sie sich und treten zu!« (Sämtliche Zitate aus dem Film »Seul contre tous« von Gaspar Noé)

Ingo Elbe über die Charaktermaske

»Marx’ Ökonomiekritik entwickelt das Handeln der Akteure konsequent aus den Vergesellschaftungsbedingungen der Arbeit, aus den Verhältnissen, in die die Individuen im Rahmen der alltäglichen Re-/ Produktion ihres Lebens gesetzt sind. Diese – den Überlebenswillen der einzelnen vorausgesetzt – strukturelle Determination der Akteure, den Zwang, der aus der Vorgegebenheit von Bedingungen resultiert, aufgrund derer die Individuen sich zueinander primär über gesellschaftliche Sachen in Beziehung setzen, fasst er dabei in Begriffen wie ‘Charaktermaske’ oder ‘Personifikation’. Kennzeichnend für die Akteure als Charaktermasken des ökonomischen Prozesses sind dabei folgende Momente:

1. Das ‘Charakteristische’ ist nicht ausgehend von einer Person zu fassen und stellt nicht
den Ausgangspunkt der Betrachtung dar, sondern entspringt der Einheit widersprüchlicher
Beziehungen, polarer Gegensätze (z.B. Käufer-Verkäufer), bezeichnet Verhaltensweisen
von Akteuren, die in einem spezifisch formbestimmten Verhältnis zueinander
stehen.

2. Das Fungieren der Individuen als Charaktermasken, die Formbestimmtheit ihres Handelns,
ist zugleich als Einschränkung und Ermöglichungsbedingung desselben zu verstehen.
Mit dem Begriff der Charaktermaske fasst Marx nicht die Verbergung und Unterdrückung
eines dahinterliegenden ‘wahren Individuums’, sondern die spezifisch
historische Verwirklichungsbedingung/ Konstitutionsbedingung von Individualität im
Kapitalismus.

3. Der Begriff der Charaktermaske ist nur sinnvoll zur Erfassung der sozialen Beziehungen
in Gesellschaftsformationen, in denen persönliches und Klassenindividuum auseinander
treten: Zeichnen sich vorkapitalistische Produktionsweisen dadurch aus, dass die
Verhältnisse der Akteure zueinander und zu den Produktionsmitteln traditional vorherbestimmt
sind, die sozialen Funktionen als Produktionsagenten untrennbar, d.h. lebenslänglich
und intergenerationell mit den Menschen durch Gewaltverhältnisse und Normensysteme
verbunden sind, so impliziert das Zur-Ware-Werden der Arbeitkraft einen
umfassenden gesellschaftlichen Individualisierungsschub. In einem primär über Ware-
Geld-Beziehungen integrierten Sozialzusammenhang wird die Bestimmung der Akteure
als Klassenindividuen (d.h. hier: Produktionsagenten) zu einer Charaktermaske, „die
das Subjekt aufsetzt, wenn es die Sphäre der Produktion betritt und die es abstreift,
wenn es sie wieder verlässt“, was allerdings auch das Zufällig- und Äußerlichwerden
ihrer Existenzbedingungen einschließt. Zwar ist also den Individuen ein „weites Feld
der Wahl, Willkür und daher der formellen Freiheit gelassen“, ihre persönliche Freiheit
besteht aber in dem hochgradig ambivalenten „Recht, innerhalb gewisser Bedingungen
ungestört der Zufälligkeit sich erfreuen zu dürfen“, d.h. den Mechanismen und Konjunkturen
des Marktes auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein. Ein Dilemma des
bürgerlichen Subjekts besteht eben darin, dass die Verantwortung für gelingende
Selbsterhaltung bei ihm als einzelnem liegt, die Verwirklichungsbedingungen der
Selbsterhaltung aber seiner Kontrolle und Einflussmöglichkeit weitgehend entzogen und
einem blinden Mechanismus, dem Wertgesetz, überantwortet sind. Die bürgerliche Individualitätsform
ist demnach durch „persönliche Unabhängigkeit, auf sachlicher Abhängigkeit
gegründet“, zu kennzeichnen.

4. Charaktermasken sind so als Ausprägung von Individualitätsformen auf dem Boden
der Verdinglichung und Versachlichung gesellschaftlicher Verhältnisse zu begreifen.
Die Individuen repräsentieren und personifizieren hier gesellschaftliche Dinge: Waren,
Geld, Kapital usw. In den unterschiedlichen Formen sozialer Praxis nehmen sie verschiedene
Charaktermasken an: Im Zirkulationsprozess handeln sie als Käufer/ Verkäufer
oder Gläubiger/ Schuldner, im Produktionsprozess treten sie sich als Arbeiter und
Kapitalist gegenüber, legen plötzlich völlig andere Verhaltensweisen an den Tag. Diese
Deutung ist bei Marx allerdings nicht konsistent, so spricht er an einer Stelle auch von
Charaktermasken feudalistischer Akteure.

5. Eine terminologische Differenzierung zwischen Charaktermaske und Personifizierung
erweist sich insofern als sinnvoll, als „dass Individuen gerade in der kontinuierlichen
Personifikation ökonomischer Kategorien (etwa des Kapitals oder der Ware Arbeitskraft)
ihre Charaktermasken wechseln.“ So impliziert die Charaktermaske (hier = Personifikation)
des Kapitalisten, die „nur dadurch an einem Menschen fest [hängt],
daß sein Geld fortwährend als Kapital funktioniert“, diverse Wechsel der Charaktere: Käufer
auf dem Arbeitsmarkt, Fabrikherr, Verkäufer von Waren auf dem Konsumtions- /
Produktionsmittelmarkt usw.

6. ‚Charaktermaske’ ist nicht identisch mit ‚Charakter’ als psychologischer Strukturkategorie
für meist unbewusste, verhaltensfundierende und affektiv geladene Einstellungen.
Die Verknüpfung dieser mit jener, die emotionale Bindung der Akteure an zunächst
unabhängig von ihrer psychischen Struktur durch ökonomische Zwangsgesetze
aufgenötigte Verhaltensweisen, wird von Marx allerdings mit Begriffen wie ‚Selbstbeherrschung’,
‚Erziehung’, ‚Tradition’ und ‚Gewohnheit’ durchaus angedeutet, die
kognitive Bejahung o.g. Verhaltenweisen in seiner Fetischtheorie sogar systematisch
erklärt und ausgearbeitet.

7. Da das Handeln der Individuen im Kapitalismus primär durch anonyme Herrschaftsverhältnisse
gekennzeichnet und nicht durch ihren freien Willen oder gemeinsame Absprache
bestimmt ist, ist es „ethisch nicht reglementierbar“. In seiner Kritik der politischen
Ökonomie geht es Marx – im Gegensatz zum konstitutionstheoretischen Individualismus
der Nationalökonomie – um den Nachweis der systemischen Induziertheit
kapitalismusspezifischer intersubjektiver Beziehungsformen und individueller Handlungs(
ir-)rationalitäten. Eine anthropologische Fundiertheit oder individuelle
Zuschreibbarkeit derselben fällt damit weg. Auf einer realhistorischen Darstellungsebene
jenseits der Behandlung der allgemeinen Formbestimmungen des Kapitals spielen
individuelle und ethische Aspekte für Marx aber durchaus eine wichtige Rolle.« (Charaktermaske – Rote Ruhr Uni)

Jan Ubrich über Entfremdung

»Die industrielle Gesellschaft und ihre ökonomische Daseinsform des Kapitalismus separieren und zerbrechen die Zusammenhänge im Subjekt und zwischen den Subjekten:

Entfremdet wird das Subjekt 1. von seiner Arbeit, deren Mehrwert ihm entrissen wird und die ihm als „Objektives, von ihm Unabhängiges, ihn durch menschenfremde Eigengesetzlichkeit Beherrschendes“ (Lukacs 1968, Seite 175) entgegentritt.
Entfremdet wird das Subjekt 2. von sich selbst, weil es in der rationalisierten Arbeitsteilung nur auf bestimmte einzelne Fertigkeiten reduziert wird und sich nicht mehr zu einem Ganzen bildet.
Entfremdet wird das Subjekt 3. von anderen Subjekten, gegen die es im Wettbewerb um den größten Profit antritt und die ihm primär nur noch als potenzielle Konkurrenten in einem Feld sozialer Machtverhältnisse in den Blick kommen.
Entfremdet wird das Subjekt 4. von der Vielfalt der Sachverhalte der Wirklichkeit, die sich alle tendenziell dem Blick auf das andere unter der Frage der Verwertbarkeit und des Gewinns unterordnen.
Entfremdet wird das Subjekt 5. vom historischen Zusammenhang seiner Tradition und damit von der Lebendigkeit der Sinnsysteme, in die es nur eingespannt ist, wenn ihm die gesellschaftliche Zeit der Kontemplation gegeben wird und es in die Verhaltensweisen nichtinstrumenteller Aneignung eingeübt ist.
Entfremdet wird schließlich das Subjekt 6. von der Natur von den Dingen, die ihm bloß zum Objekt der Nutzbarkeit und der Ausbeutung werden, die ihm „Geldwert“ auf abstrakte, vergleichbare, quantitative Größen reduziert und so ihm „Privateigentum“ einzig unter der Perspektive des messbaren Besitzwerts erscheinen.« (Aus dem Magazin „Der blaue Reiter“, Ausgabe 30 – Seite 13)